Kino: 12 Years a slave

Ich gehe oft und gerne ins Kino. Es gibt Filme die hat man nach kurzer Zeit vergessen. Es gibt Filme die bringen einem zum Lachen oder zum Weinen. Und es gibt Filme die zutiefst bewegen. 12 Years a slave ist so ein Film der einen tiefen Eindruck hinterlässt.

1841 wird Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor), ein gebildeter freier schwarzer Mann aus New York entführt und als Sklave in den Süden verkauft. 12 Jahre muss er als Sklave arbeiten bis er wieder frei kommt.

Der Film beruht auf auf einer wahren Geschichte. Das macht das Ganze noch schwieriger zu verarbeiten. Man kann es nicht einfach als “ist-ja-nur-Film” abtun. Die Perspektive ist immer die der Sklaven. Von einer verklärenden Südstaaten Romantik ist der Film meilenweit entfernt. Die Kamera zeigt zwar auch Aufnahmen von den herrschaftlichen Häusern und den typischen Eichen, überwuchert mit spanischem Moos. Aber man vergisst nie in welchem Elend die Arbeiter auf den Plantagen leben und dadurch auch zu diesem Reichtum beitragen.
Der Film zeigt die ganze Brutalität und Menschenverachtung die hinter dem System Sklaverei steht. Es ist immer wieder erschreckend zu sehen zu welchem Sadismus Menschen fähig sind.
Der erste Besitzer möchte ein ‘guter’ Master sein und versucht human zu sein. Aber auch er stellt das System nicht in Frage. Er verkauft bei sich abzeichnenden Schwierigkeiten lieber die Sklaven weiter, als dass er an dem für ihn profitablen System etwas ändert. Solomon Northup kommt danach zu Edwin Epps, einem echten Menschenschinder. Dieser Sadist wird beängistigend überzeugend von Michael Fassbender dargestellt. Epps ist der Meinung, dass er mit seinem Eigentum machen kann was er will. Dazu gehört auch auspeitschen bis die Haut in Fetzen hängt.
Der Film hat einige Momente die nur sehr schwer auszuhalten sind.
Dennoch kann ich ihn nur empfehlen. Er ist wirklich sehenswert.

Bei Kinozeit gibt es eine sehr treffende Kritik

Sehr schöne Featurette

Trailer

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