Blogparade: Wie haben Prism, Tempora und Co. deinen Umgang mit dem Internet verändert?

Über den Twitteraccount von @derberberich bin ich auf die Blogparade Wie haben Prism, Tempora und Co. deinen Umgang mit dem Internet verändert aufmerksam geworden.
Die Idee finde ich gut. Und da ich sich mein Umgang ganz sicher geändert hat ist das ein guter Anlass für eine Zwischenbilanz. Zwischenbilanz deswegen, weil der Änderungsvorgang für mich noch nicht abgeschlossen ist .

Hast du etwas zu verbergen?
Ja, ich habe ziemlich zu verbergen. Es gibt genug Dinge in meinem Leben die keinen etwas angehen oder die ich nur mit guten Freunden teilen möchte.

Welche Dienste hast du aufgegeben? Wieso?
Die Facebook-App habe ich vom Handy gelöscht, ebenso wie einige andere Apps. Ich weiß schon gar nicht mehr was das alles war, so wenig vermisse ich sie.
Skype werde ich auch nicht mehr nutzen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich Skype sehr wenig genutzt habe und daher auch nicht vermisse.
Amazon benutze ich aus verschiedenen Gründen schon länger nicht mehr. Google versuche ich zu vermeiden. DuckDuckGo ist meiner Meinung nach aber noch kein vollwertiger Ersatz. Ich teste hier auch noch weitere Suchmaschinen. Die Alternativen für Google-Maps sind leider auch nicht so ganz überzeugend.
Die sonstigen Google-Dienste habe ich wenig genutzt. Dabei fällt mir ein, dass ich auch noch ein Google+ Konto habe. Mmmh, benutze ich nicht, kann ich löschen.
Whatsapp stand ich auch skeptisch gegenüber. Die App steht ja schon lange wegen Datenschutzproblemen in der Kritik. Ich habe als Alternative Threema installiert. Das Problem ist leider, dass das fast keiner von meinen Kontakten nutzt.
Dadurch dass ich schon lange mit Linux/Ubuntu arbeite, bin ich von Microsoft-Schwachstellen verschont. Ubuntu bietet außerdem auch eine Cloud an.
Weiterhin nutze ich schon eine ganze Weile diverse Browser Add-on wie z.B. Ghostery, Addblock oder https-everywhere.
Und weil ich auch nicht immer erreichbar sein will, schalte ich manchmal mein Smartpone komplett aus.

Was nutzt du weiterhin? Warum?
Twitter, ich mag den Dienst als Informationsmedium und für einen groben Überblick was so los ist in der Welt.
Facebook, allerdings auch immer seltener.
Google Maps, aus oben genannten Gründen.
LinkedIn werde ich wohl auch weiterhin aus beruflichen Gründen nutzen.

Was willst du internetlich noch ändern?
Da gibt es noch Einiges. Mal sehen was mit Prism Break noch möglich ist.
An was ich mich noch nicht rantraue ist das Betriebssystem vom Smartphone wechseln. Es gibt ja durchaus auch Alternativen für Android. Aber da muss ich mich mal an einem mutigen Tag ranwagen ;-)

Wehrst du dich sonst irgendwie gegen die NSA oder machst du weiter wie bisher?
Ich verschlüssele meine mails. Auch hier besteht leider das Problem, dass der mail Partner Verschlüsselung nutzen müsste.
Bei der ersten #StopWatchingUs Demo war ich natürlich dabei. Leider kann ich bei der großen ‘Freiheit statt Angst Demo’ in Berlin nicht dabei sein.
Nach dem Motto “steter Tropfen höhlt den Stein” versuche ich auch mein persönliches Umfeld zu sensibilisieren.
Die gleichgültigen “Mir-doch-egal-sollen-sie-doch-meine-mails-lesen” Menschen machen mich wütend. Da bin ich auch gerne mal zu Diskussionen bereit ;-)

Und ja, wer mich leicht paranoid nennt, könnte vielleicht recht haben. Damit kann ich aber leben.

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3 Antworten auf Blogparade: Wie haben Prism, Tempora und Co. deinen Umgang mit dem Internet verändert?

  1. Wolfgang sagt:

    Danke für den Link auf prism-break.org. War mir neu. Ich habe den auch gleich mal auf G+ in mein Netzwerk gespeist (https://plus.google.com/u/0/112847250822046412629/posts/1xLKrqcbPec), Dich aber mal sicherheitshalber nicht genannt/verlinkt, weil Du ja eher von Google weg willst :-)

    wolfgang

  2. Pingback: Wie prism meinen Umgang mit dem Netz bisher beeinflusst hat | juna im netz

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