Bücher und Lesung Andreas Altmann

Ich habe einen neuen Lieblingsautor. Andreas Altmann ist ein bekannter Journalist und Reiseschriftsteller, der schon mit diversen Preisen ausgezeichnet wurde. Ich gestehe, ich kannte ihn nicht. Ich bin erst letztes Jahr auf ihn aufmerksam geworden und zwar durch seine Biografie. Also noch nicht mal ein Reisebuch. Das Buch Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend war eines der beeindruckensten Bücher die ich im vergangenen Jahr gelesen habe.
Andreas Altmann (Jahrgang 1949) erzählt aus seiner Jugend im beschaulichen Altötting. Wie der Autor es geschafft hat in diesem bigotten und brutalen familiären Umfeld zu überleben und erwachsen zu werden ist absolut lesenswert. Trotz des deprimierenden Themas hat mir der Sprachstil von Andreas Altmann sehr gut gefallen.
»Ich kann Opfer nicht ausstehen. Ich war selbst zu lang eins.«

Eines der nächsten Bücher die ich mir danach gleich gekauft habe war Triffst Du Buddha, töte ihn!. Dieses Buch hat mich sehr inspiriert. Andreas Altmann erzählt von seiner Erfahrung in einem indischen Meditationszentrum. Eine der Pressestimmen dazu sagte: “Wer nach diesem Buch nicht mit dem meditieren anfängt, der tut es nie”
Nun ich habe nicht mit dem meditieren angefangen. Ob ich es jemals versuchen werde, kann ich nicht sagen. Vielleicht. Dennoch hat mich das Buch angesprochen und motiviert einige Dinge in meinem Leben neu zu überdenken. Das Nachdenke über verschiedenen Aussagen und Einsichten das Autors hat für mich einen Prozess angestossen das eine oder andere in meinem Leben zu ändern. Noch ist alles sehr unkonkret und durcheinander aber ich gehe davon aus, dass ich demnächst eine Linie finden werde

Zuletzt habe ich Gebrauchsanweisung für die Welt fertig gelesen. Auch dieses Buch hat mir gut gefallen. Allerdings ist mir hier das erste Mal wirklich negativ aufgefallen, dass Andreas Altmann manchmal ein sehr ausgeprägtes schwarz-weißes Weltbild hat. Etliche Aussagen kommen extrem arrogant rüber. Der Autor wirkt teilweise absolut überheblich und selbstgefällig. Trotzdem, eine Sprache zum Verlieben. Viele Sätze die ich gerne nochmal lese weil sie so schön sind. Die Berichte und Erlebnisse von seinen Reisen haben das Fernweh in mir wieder neu entfacht. Dieser Widerspruch war für mich ein Grund zur Lesung im Geobuch Laden zu gehen. Ich wollte wissen wie er als Mensch live und in Natura wirkt.
Ich war angenehm überrascht. Er wirkte sehr sympathisch. Zwischendurch gab es immer wieder kurze Anekdoten und witzige Sprüche als Einlage. Auch bei der Buchsignierung wirkte er keineswegs arrogant.

Im April kommt er nochmal zu einer Lesung um aus seinem neu aufgelegten Buch Dies beschissen schöne Leben zu lesen.
Ich habe mir schon Karten reserviert. Sobald das Buch ab dem 12. März erscheint werde ich es mir kaufen. Da er eigentlich Reiseschriftsteller ist, möchte ich nach und nach auch seine Reisebücher lesen.

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